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von Hermann Schollenberger

Albig, ein Dorf wie jedes andere in Rheinhessen, im Knie des Rheinlaufs zwischen Worms, Mainz und Bingen, etwa drei Kilometer nördlich der Kreisstadt Alzey, mit deren wechselvoller Geschichte es jahrhundertelang eng verbunden, ist. Es zeichnet sich durch nichts besonderes aus vor seinen Nachbardörfern, weder durch eine wesentlich andere Geschichte, noch durch Lage oder aussergewöhnliche Gebäude, ausser durch eine Tatsache, es ist für uns, seine Einwohner, unser Daheim!

Ob wir nun hier geboren sind, ob unsere Vorfahren hier schon lebten, oder ob wir zugezogen sind, durch Kriegswirren vertrieben aus unserem seitherigen Wohnsitz oder freiwillig hierhergekommen sind, durch Heirat oder nur durch ZufalI unseren Wohnsitz hier gewählt haben, Wir sind aufgenommen in diese unsere dörfliche Gemeinschaft!

Dieses Zusammenleben gibt uns Rechte, aber auch Pflichten ! So verschieden die Menschen in diesem gewachsenen Gemeinwesen auch sein mögen, das Band der Gemeinschaft, der Nachbarschaft, hält sie zusammen, oft unbewusst, oft aber auch bewusst gepflegt. Dieses Gefühl der Zusammengehörigkeit macht sich besonders bemerkbar bei dörflichen Veranstaltungen, sei es nun die Kirchweih, sei es ein Theaterabend oder das Jubiläumsfest eines dörflichen Vereins.

Das ist Anlas genug, um wieder einmal zurückzuschauen in die Vergangenheit, wie die Menschen in den verflossenen Jahrhunderten, man muss sogar sagen in Jahrtausenden, hier gelebt haben, was sie taten und unter welche Gesetze sie ihre Wohngemeinschaften stellten. Vieles darüber sagen uns alte Urkunden, Zins- und Steuerbücher; Weistümer (von „wissen. weisen") regeln Recht und Gerechtigkeit und bilden einen festen Rahmen um das dörfliche Geschehen. Aber diese schriftlichen Zeugnisse gehen nur bis zu einer gewissen Zeit zurück. Da Papier und selbst das widerstandsfähigere Pergament nur eine begrenzte Lebensdauer haben, von Krieg und Plünderung der Archive einmal ganz abgesehen, sind wir für die älteren Zeiten auf die Bodenurkunden angewiesen, d. h. auf die Zeugnisse des Lebens, die im Boden verborgen und geschützt die längst vergangenen Epochen überdauern und meistens durch Zufall bei Bauarbeiten oder beim Roden wieder an die Oberfläche gelangen und damit Nachricht geben von Menschen vergangener Zeiten, von Sippen, Volks- und Staatsgebilden, die längst untergegangen sind oder weiterzogen. Alle diese alten Kulturen haben mehr oder weniger stark dazu beigetragen, unsere Umwelt so zu formen, wie sie sich uns heutigen Menschen darstellt. Manche aus jenen Zeiten findet noch heute unbemerkt und unbewusst seinen Niederschlag. Deshalb sollte auch ein gegenwartsbezogener, moderner Mensch die Vergangenheit kennen, um daraus Schlüsse zu ziehen und für die Zukunft zu lernen.

Die ersten Spuren von Menschen in Rheinhessen finden wir schon in der Altsteinzeit (500000 - 10000 v. Chr.); Jungsteinzeit (20000 - 5-400o v. Chr.). So wurde eine Jagdstelle des Neandertalmenschen in Wallertheim gefunden. Diese Jäger zogen in Trupps durch das damals steppen- oder savannenartige Hügelland, und mit dem primitiven Holzspeer und sehr einfachen Steinwerkzeugen das vorkommende Wild zu erbeuten, um mit der Jagdbeute ihre Sippe zu ernähren.

Sie schreckten auch nicht davor zurück, grössere Tiere wie Wildpferd und Wisentzu verfolgen und in Fallgruben zu erlegen. Auf diese Art der Ernährung (dazu kam noch das Sammeln von Wildfrüchten) waren die Menschen durch Hunderttausende von Jahren angewiesen, bis dann etwa im 4. - 3. Jahrtausend v. Chr. die Zeit der ersten Bauern und Viehzüchter beginnt. Diese formten bereits Gefäße aus Ton und verzierten sie mit band- und spiralartigen Mustern. Deshalb nennt man diese Menschen, in Unkenntnis eines Stammesnamens, Band- oder Spiralkeramiker. Gefässe und Scherben dieser jungsteinzeitlichen Kultur wurden in Albig gefunden in der Nähe des Friedhofes.

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